Katastrophenschutz

Nach Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Stürmen, bei langanhaltenden Stromausfällen oder schweren Unfällen mit vielen Betroffenen unterstützt der ASB-Katastrophenschutz Bund und Länder.

Die Sanitäter und Sanitäterinnen im Katastrophenschutz leisten ihren Einsatz ehrenamtlich.
Foto: ASB/F. Zanettini

Der Katastrophenschutz kommt immer dann zum Einsatz, wenn die Schadenlage so groß wird, dass die Kräfte des "normalen" Regelrettungsdienstes und der Feuerwehr Unterstützung benötigen und aufgrund der Größe und Schwere eine Schnell-Einsatz-Gruppe nicht mehr ausreicht. Hilfsorganisationen, Feuerwehren und Behörden arbeiten eng zusammen.

Die Ereignisse der letzten Jahrzehnte zeigen, dass längst nicht mehr nur Naturkatastrophen die Menschen bedrohen.

Seine Pflichten zum Schutz der Bevölkerung kann der Staat nicht ausschließlich mit eigenen Kräften erfüllen. Deshalb bedient er sich der Hilfsorganisationen wie dem ASB, die diese Aufgabe durch ein funktionsfähiges Katastrophschutzsystem mittragen.

Der Arbeiter-Samariter-Bund in Niedersachsen ist in Schnell-Einsatz-Grup­pen (SEGn) organisiert. Diese sind die schnellere Ergänzung zum Ka­tas­tro­phen­schutz, der eine län­ge­re Vorlaufzeit benötigt, um einsatzbereit zu sein. Im Rahmen des Katastrophenschutzes werden sie organisationsübergreifend und überregional zusammen gefasst und bilden eine starke Einheit mit vielen personellen, qualitativen und materiellen Ressourcen.

Hohe Anforderungen an Freiwillig Aktive.

Katastrophen treffen Menschen oft unvorbereitet und überraschend. Je nach Schadensereignis sind sie mit Bedrohungen für die Gesundheit, die Existenz oder das Leben verbunden. Sie können zur Flucht oder vorübergehenden Evakuierung zwingen. Manchmal sind die Ereignisse mit der Trennung von der Familie oder dem Verlust des gesamten Besitzes verbunden. Die Be­trof­fe­nen befinden sich zusätzlich zum Katastrophenereignis in materieller Not und oft in einem extrem seelischen Belastungszustand.

Der unbeständige Charakter von Katastrophen und ihren Folgen, stellen hohe Anforderungen an die Helferinnen und Helfer im Katastrophenschutz. Viel Flex­i­bi­li­tät mit der Fähigkeit sich schnell auf unterschiedlichste Situationen und Entwicklungen ein­zu­stel­len, wird ihnen abverlangt.

 

Ebenso vielfältig sind dann die Aufgaben, der Einsatzkräfte im Notfall: Müssen Menschen untergebracht werden, schlagen die Samariter Zelte auf, verwandeln Turn­hal­len oder andere Gebäude in Notunterkünfte, errichten Feldküchen und geben Mahlzeiten aus. Sie leisten medizinische Erstversorgung, unterstützen beim Transport in Krankenhäuser, betreuen und führen "Erste Hilfe für die Seele" – der Fachbegriff ist "psychosoziale Notfallversorgung" - durch. Sie sorgen bei Einsätzen für Strom, Licht, Kommunikation per Funk und bei Bedarf die Zuführung von zusätzlichem Personal und Material.

Einsatz im Krisenstab.

Bei einer Katastrophe wird vor Ort ein Krisenstab gebildet. Fachleute und Sachverständige aller beteiligten Bereiche koordinieren so den Einsatz, steuern das Personal und sorgen, falls notwendig, für Materialnachschub. Oft ist auch eine Einsatzkraft vom ASB als Fachberater Sanität Mitglied im Krisenstab. Er steht dann in engem Kontakt zu seinen Einsatzkräften, meldet deren Einschätzungen der Lage an den Stab und gibt umgekehrt Anweisungen des Krisenstabs zurück.

Kommen Sie ins Team - Jede Hand wird gebraucht

Um auf den Einsatz in der Katastrophe vorbereitet zu sein führen wir unter anderem regelmäßige Dienste, medizinische und technische Aus- und Weiterbildungen sowie Übungen, zum Teil unter schwierigsten Bedingungen, durch. Das alles vermittelt ein hohes Maß an Qualität und gibt Einsatzsicherheit. (Mehr Information unter: Schnell-Einsatz-Gruppe.)

Wenn es darum geht, in der Notsituation sich und anderen zu helfen, dann...

  • ...zeigt sich, dass es sich lohnt gewappnet zu sein.
  • ...ist jede helfende Hand wertvoll.

Ehrenamtlich Aktive sind moderne Heldinnen und Helden.

Möchten auch Sie mitmachen, Gleichgesinnte kennenlernen, von uns ausgebildet werden und einen unverzichtbaren Beitrag für den Bevölkerungsschutz leisten? Dann melden Sie sich bei uns. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular, per E-Mail oder rufen Sie uns an. Unter 05037 97 11-0 stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.