Im Einsatz: Gegen den Fachkräftemangel.

Azubis nach Anleitungswoche im Rettungsdienst mit an Board.

Vor rund zwei Monaten haben Gerrion, Rabea, Torben, Lars, Kilian und Charlotte ihre Ausbildung für den Rettungsdienst begonnen. Hinter den angehenden Notfall- und Rettungssanitätern liegen nach der Einführungswoche beim ASB in Rehburg, der erste Unterrichtsblock an der Rettungsdienstschule der Johanniter in Hannover und ein Klinikpraktikum. Jetzt wird es „ernst“: Seit Montag stehen ihre Namen zum ersten Mal mit auf Dienstplan; vorerst als drittes Besatzungsmitglied.

„Es ist total spannend, weil man die Kollegen, die mit auf dem Plan stehen noch nicht kennt und gar nicht genau weiß, wie der erste Tag aussehen wird“, beschreibt Gerrion Freitag seine Gefühle. Er hofft, dass jetzt das Gelernte aus der Schule und dem Praktikum Anwendung finden wird.

Wir wollen es besser machen.

Damit er und seine Azubikollegen darauf gut vorbereitet sind und nicht in das sprichwörtliche „kalte Wasser“ springen müssen, hat Praxisanleiter Joachim Salomé in der vergangenen Woche Anleitungstage durchgeführt. Er erinnert sich noch genau an seinen ersten Dienst bei der Rettung: „Uns wurde das Auto und seine Ausstattung praktisch während der morgendliche Fahrzeugübernahme nebenbei gezeigt und wenn man Glück hatte kam kein Einsatz rein. Alles andere lernten wir praktisch durch Handeln.“ Zwar habe sich der Beruf, die Ausstattung und die Rahmenbedingungen seitdem stark verändert, aber die Verantwortung, die Eindrücke und gemischten Gefühle der Auszubildenden seien letztlich die gleichen geblieben, meint Salomé. Er möchte es besser und vor allem den „Nachwuchsrettern“ einfacher machen.

„Die Azubis kennen jetzt sämtliches Material auf den RTW, können es benennen, sicher entnehmen und wieder verlasten“, erklärt der Praxisanleiter. Besonders hilfreich dabei: Die einheitliche Ausstattung aller Rettungswagen im Dienst des ASB-Kreisverbandes und das gelebte Qualitätsmanagement. Außerdem wurde in Fallbeispielen der Ablauf von Notfalleinsätzen vermittelt, damit sich die angehenden Notfallsanitäter bei ihren RTW-Schichten von Anfang an gut ins Team einbringen können.

Lernziel: Kommunikation.

Wenn sie nun in den nächsten Wochen mit dem Rettungswagen ausrücken, liegt ihr Lernschwerpunkt auf der Kommunikation. Dem erfahrenen Personal dicht an die Fersen geheftet, achten die Auszubildenden genau auf die Verständigung im Team und mit den Patienten. In einem weiteren Anleitungstag sollen die gemachten Beobachtungen anonym ausgewertet und eine „Anleitung“ für die Kommunikation im Team und mit den Patienten erarbeitet werden.

Das wird im Januar sein, kurz bevor der zweite Schulblock beginnt.

salome-joachim.png

Joachim Salomé

Abteilungsleitung Rettungsdienstausbildung

Telefon : 05037 9711-0
Fax : 05037 9711-30

j.salome(at)asb-nienburg.de

ASB-Kreisverband Nienburg

Nienburger Straße 40
31547 Rehburg-Loccum

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr.