Gebäudeansicht der ASB-Kreisgeschäftsstelle in Rehburg-Loccum an der Nienburger Straße 40
Not lindert man nicht mit vielen Worten. Sondern durch Taten.

Überwältigende Unterstützung aus der Bevölkerung für die Flüchtlingshilfe

Seit rund vier Wochen betreut der ASB-Kreisverband Nienburg in der Flüchtlingsunterkunft in Loccum Menschen aus der Ukraine im Auftrag des Landkreises Nienburg. „Die ersten Geflüchteten sind am 01. April zu uns gekommen; inzwischen hatten wir insgesamt rund 80 Gäste“ berichtet der Leiter der Unterkunft Patrick Frauenreuther vom ASB. Rund 20 neue Gäste treffen pro Woche ein. Die Unterstützung aus der Bevölkerung in Form von Spenden und ehrenamtlicher Unterstützung ist dabei überwältigend.

Schon vor der Eröffnung brachte Herr Bredthauer die vierstellige Spende des Vereins der Islandpferdereiter Meerregion e.V. direkt in Loccum vorbei und brachte wertvolle Erfahrungen aus Hagenburg mit, wo bereits zu diesem Zeitpunkt Menschen aus der Ukraine aufgenommen worden waren.

Foto: ASB/A. Diekmann

Die Mitarbeiter des Altenzentrums Waldfrieden aus Loccum organisierten einen Waffel- und Erbsensuppenverkauf. Die vierstellige Spende wurde von der Geschäftsführung aufgerundet.

Foto: ASB/A. Diekmann

Unterdessen könne man von einer gewissen Routine sprechen, meint er. Die Abläufe funktionieren reibungslos und alle Beteiligten arbeiten gut und kollegial miteinander. Das spiegelt sich auch in Aufenthaltsdauer der einzelnen Gäste wider, die bisher mit 1-4 Tagen überwiegend kurz gehalten werden konnte. Zumeist sei dann ein passender Wohnraum im Landkreis Nienburg gefunden, in dem die Menschen Privatsphäre finden und ankommen können.

Enorme Hilfebereitschaft aus der Bevölkerung

Besonders erfreut zeigen sich die Samariter über die enorme Hilfebereitschaft aus der Bevölkerung. „Es ist großartig wie viele Angebote verschiedenster Art wir bekommen haben und noch immer bekommen“, erzählt ASB-Geschäftsführer Jens Sewohl und lächelt „Unsere Mitmenschen hier ticken doch alle ein bisschen wie wir und helfen hier und jetzt.“

Wenige Beispiele dafür sind die großzügigen Geldspenden, aber auch die zahlreichen Spontanhelfer, die sich gemeldet haben und einfach mit anfassen, wo Unterstützung gebraucht wird.

Spenden vom Verein Islandpferdereiter Meerregion e.V., Alten- und Pflegeheim Waldfrieden Loccum und vom Dinosaurierpark Münchehagen

„Schon in den Aufbautagen besuchte uns Herr Bredthauer vom Verein der Islandpferdereiter Meerregion e.V. mit einer vierstelligen Summe im Gepäck“, so Sewohl. Der Verein hatte auf dem Hof Bredthauer in Hagenburg bereits Mitte März eine Spendensammelaktion unter dem Motto „Bei Kaffee und Kuchen Gutes tun“ durchgeführt und sich entschlossen den Großteil des Erlöses für die Flüchtlingshilfe des ASB vor Ort zu spenden.

Weitere großzügige Spenden gab es z. B. vom Alten- und Pflegeheim Waldfrieden aus Loccum, dessen Mitarbeiter einen Waffel- und Erbsensuppenverkauf zu Gunsten der Flüchtlingshilfe organisierten, der durch die Geschäftsführung auf eine runde vierstellige Summe aufgestockt wurde sowie vom Dinosauerierpark in Münchehagen.

„Wir haben uns über jeden Euro sehr gefreut und setzen das Geld ausdrücklich sehr bedarfsorientiert ein“, erläutert Jens Sewohl. Es diene der Anschaffung von konkreten (Ausstattungs-)Gegenständen für die vertriebenen Menschen. Das sind Dinge für den täglichen Bedarf im zugewiesenen Wohnraum, vom Mixer über die Waschmaschine bis hin zu Schulausstattung oder auch mal einem Fahrrad für die Kinder.

Große ehrenamtliche Unterstützung - allein 25 freiwillige Spontanhelfer im Pool

Unbezahlbar ist dem gegenüber das ehrenamtlichen Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die sich bereit erklären, in der Flüchtlingsunterkunft mit anzufassen. Von der Essenausgabe über vielfältige Angebote für Kinder bis zur Hilfe bei der Verständigung durch Sprachübersetzungen: An vielen Stellen werden die ASB-Einsatzkräfte von Freiwilligen unterstützt. „Ohne die spontanen Helferinnen und Helfer wäre diese Aufgabe sicher eine noch größere Herausforderung für uns“, erzählt Patrick Frauenreuther.

Die Samariter verfügen zwar über eine schlagkräftige und engagierte Truppe von Helferinnen und Helfern, durch den zeitgleichen Einsatz im Bereich der Coronatestung und -impfung sowie in allen anderen Bereichen von der Erste-Hilfe-Ausbildung bis zum Katastrophenschutz sind aber ohnehin viele Samariter ohnehin aktiv.  „Wir sind wirklich mehr als dankbar für diese hervorragende Hilfe - auch über diese Dauer“, so Sewohl.

frauenreuther-patrick.jpg

Patrick Frauenreuther

Ansprechpartner Flüchtlingshilfe

Telefon : 0800 9711112

}_aij2Lr&h41`dS*O5H]8^/6$XlPDwzq|]#[dLWONuA_mWv!IN@k1P$QufxzfGOF3_&Vb

Nienburger Straße 40
31547 Rehburg-Loccum