Im Herzen alles Samariter.

Selbstgenähte Schutzmasken für unsere Kollegen

Seit gestern glühen die Nadeln der Nähmaschinen auch für uns. Im Landkreis Nienburg - und sogar darüber hinaus - fertigen Hobby-Schneiderinnen und -Schneider zahlreiche Behelf-Mund-Nasen-Masken. Diese sind für die Kolleginnen und Kollegen in Rettungsdienst und Pflege gedacht, die kein Homeoffice machen können.

NOCH sind ausreichend Masken im Lager - aber wie lange noch.

ASB-Geschäftsführer Jens Sewohl beruhigt: „Wir haben noch keinen Engpass in unserem Lagern.“ Insbesondere der Bestand an den so genannten FFP-2 Masken für Einsätze, bei denen es zum direkten Kontakt zu Corona-Infizierten kommt, sei noch ausreichend.

Wir gehen aber vorrausschauend vor. Niemand weiß, wie lange die aktuelle Situation noch andauert. Die Lieferzeiten für Hygienematerial sind sehr, sehr lang und wenn wir uns erst dann Gedanken machen, wenn es eng wird, ist es zu spät.
„Es wäre unverantwortlich unsere Mitarbeiter ungeschützt arbeiten zu lassen, wenn uns die Masken ausgehen“, so Sewohl.

Selbst hergestellte Masken dämmen die Verbreitung über Tröpfchen ein.

Die Übertragung der Coronaviren erfolgt vor allem durch Tröpfchen. Mit dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann die Verteilung der Tröpfchen in der Umgebung und auf andere Menschen verringert werden. Das können auch die selbstgenähten Behelf-Masken ohne medizinische Zulassung.

Unglaublich großes, spontanes Hilfsangebot: "Das sind im Herzen alles Samariter."...

Pressesprecherin Anke Diekmann, die die Näherinnen und die Masken-Spenden vom Homeoffice aus koordiniert, freut sich über die große spontane Hilfe aus der Bevölkerung und der eigenen Mitarbeiterschaft: „Eigentlich haben wir vorgestern Abend nur eine E-Mail an unsere Mitarbeiter und einen privaten Status bei WhatsApp eingestellt. Die Resonanz, die daraufhin kam, war unglaublich“, erzählt sie. Wie ein Lauffeuer habe sich die Anfrage verbreitet.
Es hat sogar Angebote für einen „Masken-Shuttle-Dienst“ gegeben, der zweimal in der Woche fertige Produkte abholt und gesammelt zur Dienststelle nach Rehburg bringt.
Diesen brauchen wir zwar vorerst nicht, da die Masken an allen Standorten im Landkreis entgegengenommen und per Hauspost in die Zentrale nach Rehburg geschickt werden. Doch allein die Hilfebereitschaft begeistert Diekmann. „Das sind im Herzen alles Samariter: Sie helfen hier und jetzt“, lächelt sie.

Alle eingehenden Masken werden in der Rehburger Zentrale nun, wie später auch nach jedem Einsatz, hygienisch aufbereitet. Wir verfügen über spezielle Profi-Waschmaschinen und entsprechend zugelassenes Waschmittel, um die Masken desinfizierend zu reinigen.

"...dankbar... und ...der Lage einen Schritt voraus..."

„Wir sind sehr dankbar und glücklich über die großartige Unterstützung und können so der Lage einen Schritt voraus sein“, freut sich auch Jens Sewohl.
Es ist für ihn aber auch genauso selbstverständlich, „…, dass wir auch Masken weitergeben werden, wenn wir mehr gespendet bekommen sollten, als wir wirklich brauchen.“

 

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Anke Diekmann

Referentin für Markting, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Multiplikatorin Der Wünschewagen Niedersachsen

Telefon : 05037 9711-16
Fax : 05037 9711-24

a.diekmann(at)asb-nienburg.de

ASB-Kreisverband Nienburg

Nienburger Straße 40
31547 Rehburg-Loccum