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Gebäudeansicht der ASB-Kreisgeschäftsstelle in Rehburg-Loccum an der Nienburger Straße 40
Tagsüber gemeinsam. Abends zu Hause.

Wenn der Alltag schwieriger wird hat Tagespflege viel zu bieten.

08.10.2026 // // „Eigentlich möchte meine Mutter unbedingt zu Hause bleiben.“ Diesen Satz hören Mitarbeitende der Tagespflege häufig von Angehörigen. Der Wunsch ist verständlich: Die eigene Wohnung, die vertraute Umgebung und der gewohnte Tagesablauf geben Sicherheit und Selbstständigkeit. Doch irgendwann wird der Alltag schwieriger. Einkaufen, Arztbesuche oder die Organisation des Tages werden zur Herausforderung. Vielleicht kommt eine De-menzerkrankung hinzu. Gleichzeitig fragen sich Angehörige, wie sie unterstützen können, ohne selbst dauerhaft an ihre Grenzen zu kommen.

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„Es gibt keine Lösung, die für alle gleich aussieht.“ Im Gespräch mit Pflegedienstleiterin Christin Cosby von unserer Tagespflege Hoya

Foto: ASB/Tagespflege Hoya

Tagespflege kann hier eine Brücke sein: Der ältere Mensch bleibt zu Hause wohnen, verbringt aber einzelne Tage in einer Einrichtung, erhält Betreuung und Unterstützung, trifft andere Menschen – und kehrt anschließend wieder in die vertraute Umgebung zurück.
Doch wie funktioniert das im Alltag? Für wen kommt Tagespflege infrage? Und was bedeutet das Angebot für Angehörige?

Darüber haben wir mit Christina Cosby, Pflegedienstleiterin von unserer Tagespflege „Alte Mühle“ in Hoya, gesprochen.


Erst einmal kennenlernen

Der erste Schritt ist für viele Familien nicht die Anmeldung, sondern ein Kennenlernen. Denn ob Tagespflege zum eigenen Vater, zur Mutter oder zum Partner passt, lässt sich nicht allein anhand einer Broschüre beurteilen.
„Manche Angehörige sind zunächst unsicher und fragen sich, ob ihr Familienmitglied sich bei uns wohlfühlen wird“, berichtet Christina Cosby. „Deshalb ist es uns wichtig, dass die Menschen uns kennenlernen und sich selbst ein Bild machen können.“
Gerade wenn ein Angehöriger zunehmend vergesslich wird, stellen sich viele Fragen: Wie kommt er in einer Gruppe zurecht? Wie sieht der Alltag dort aus? Ein Schnuppertag kann helfen, diese Sorgen abzubauen. Die ASB-Tagespflegen bieten deshalb einen kostenlosen Schnuppertag an.

Ein Tag mit Struktur – aber ohne Langeweile

Was die Gäste erwartet, hängt von ihren Interessen und Fähigkeiten ab. Gemeinsames Frühstück, Gespräche, Bewegung, kreative Beschäftigung oder gesellige Runden gehören ebenso zum Tagesablauf wie Ruhephasen.
Gerade für Menschen mit Demenz können feste Abläufe und vertraute Ansprechpartner Orientierung und Sicherheit geben.
„Wir schauen nicht zuerst darauf, was jemand nicht mehr kann“, erklärt Cosby. „Wir fragen uns vielmehr: Was kann der Mensch noch? Was interessiert ihn? Was macht ihm Freude?“
Ob gemeinsames Kaffeetrinken, Gespräche über frühere Erlebnisse, Musik oder Bewegung: Es geht nicht darum, möglichst viel Programm anzubieten. Es geht darum, Menschen miteinander in Kontakt zu bringen und ihnen einen guten Tag zu ermöglichen.

Wenn aus einem Tag mehrere werden

Wie häufig jemand die Tagespflege besucht, lässt sich individuell gestalten. Mancher Gast beginnt mit einem Tag pro Woche. Mit der Zeit entstehen Kontakte und Routinen, sodass später auch mehrere Tage möglich sein können.
„Es gibt keine Lösung, die für alle gleich aussieht“, sagt die Pflegedienstleiterin. „Wir schauen gemeinsam mit dem Gast und den Angehörigen, welcher Umfang zur jeweiligen Lebenssituation passt.“
So kann Tagespflege eine schrittweise Veränderung ermöglichen, ohne dass der Alltag von heute auf morgen komplett neu organisiert werden muss.

Mehr Luft für Angehörige

Für Angehörige kann diese Entlastung entscheidend sein. Wer einen Menschen zu Hause betreut, richtet den eigenen Alltag häufig nach dessen Bedürfnissen. Berufliche Termine, Einkäufe, Arztbesuche oder einfach ein paar Stunden für sich selbst werden schwieriger.
Tagespflege schafft hier Freiräume. Angehörige können beispielsweise arbeiten, Termine wahrnehmen oder einfach einmal Zeit für sich haben, während der Familienangehörige tagsüber gut betreut ist.
„Angehörige müssen kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie Unterstützung annehmen“, betont Christina Cosby. „Wenn die Betreuung auf mehrere Schultern verteilt wird, kann das für die ganze Familie eine Entlastung sein.“
Tagespflege ersetzt dabei nicht zwangsläufig die Betreuung zu Hause, sondern kann ein wichtiger Baustein der häuslichen Versorgung sein.

Besonders wichtig bei Demenz

Eine Demenzerkrankung verändert häufig nicht nur das Leben des Betroffenen, sondern auch das der gesamten Familie. Für Angehörige entstehen Fragen: Kann der Mensch noch allein bleiben? Wie viel Unterstützung wird benötigt? Wie kann der Tag sinnvoll gestaltet werden?
In der Tagespflege können feste Strukturen und bekannte Ansprechpartner Orientierung geben. Gleichzeitig steht die Erkrankung nicht permanent im Mittelpunkt.
„Wir möchten den Menschen nicht auf seine Demenz reduzieren“, sagt Christina Cosby. „Er bleibt ein Mensch mit einer eigenen Geschichte, eigenen Interessen und Fähigkeiten.“
Gemeinsame Aktivitäten, Bewegung und Gespräche schaffen Möglichkeiten zur Begegnung und Teilhabe.

Und wer bezahlt das?

Auch die Finanzierung ist für viele Familien ein wichtiges Thema. Bei einem vorhandenen Pflegegrad können Leistungen der Pflegeversicherung für die Tagespflege genutzt werden. Welche Unterstützung im konkreten Fall möglich ist, hängt unter anderem vom Pflegegrad und den persönlichen Voraussetzungen ab.
„Das Thema Finanzierung wirkt für viele Familien zunächst kompliziert“, weiß Cosby. „Deshalb beraten wir Angehörige gerne persönlich und schauen gemeinsam, welche Möglichkeiten bestehen.“

„Man muss es einfach einmal erleben“

Was aber, wenn der ältere Mensch selbst zunächst nicht von Tagespflege überzeugt ist?
Auch das sei nicht ungewöhnlich, berichtet das Team. Der Gedanke, Hilfe anzunehmen, kann mit dem Gefühl verbunden sein, Selbstständigkeit abzugeben. Ein unverbindliches Kennenlernen kann hier helfen.
„Manchmal verändert sich die Einstellung, wenn jemand einen Tag bei uns erlebt hat“, sagt Cosby. „Dann merkt man vielleicht: Hier treffe ich andere Menschen, hier gibt es interessante Beschäftigungen und ich werde trotzdem als selbstständiger Mensch wahrgenommen.“
Tagespflege soll nicht das Zuhause ersetzen. Sie soll dabei helfen, dass das Zuhause länger möglich bleibt.

 

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Christina Cosby

Pflegedienstleitung Tagespflege "Alte Mühle" Hoya

Tel.: 04251 4419-820
Mobil Nummer: 0176 13971105
Fax: 04251 4419-473

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Tagespflege "Alte Mühle"

Lange Straße 143
27318 Hoya

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Jana Wohlers

Pflegedienstleitung Tagespflege Stolzenau

Tel.: 05761 900829
Fax: 05761 3075857

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ASB-Tagespflege Stolzenau

Schmiedeweg 4
31592 Stolzenau

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Katja Rieder

Pflegedienstleitung Tagespflege Rohrsen

Tel.: 05024 9814510
Fax: 05024 9814511

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ASB-Tagespflege Rohrsen

Am Büschen 2
31627 Rohrsen

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