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Gebäudeansicht der ASB-Kreisgeschäftsstelle in Rehburg-Loccum an der Nienburger Straße 40
Ältere und Kranke besonders betroffen

Hitze im Landkreis Nienburg: Wo die Rettungskräfte jetzt am häufigsten im Einsatz sind.

27.06.2026 / Die Hitzewelle fordert den Rettungsdienst im Landkreis Nienburg heraus. Während längerer Hitzeperioden beobachten ASB und DRK vor allem eine Zunahme von Notfällen durch Flüssigkeitsmangel und Kreislaufbelastungen. Wie sich die Einsatzkräfte selbst schützen.

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Eine auffällige Häufung bestimmter Einsatzorte für den Rettungdienst während Hitzeperioden derzeit nicht erkennbar.

Foto: ASB/A. Diekmann

Der ASB und das DRK sind im Landkreis Nienburg für den Rettungsdienst zuständig. Die aktuelle Hitzewelle stellt auch den Rettungsdienst vor besondere Herausforderungen.

„In den Sommermonaten kommt es erfahrungsgemäß häufiger zu Einsätzen an Badeseen sowie bei größeren Outdoor-Veranstaltungen. Dort können Hitze, körperliche Belastung und längere Aufenthalte in der Sonne zu einem erhöhten medizinischen Versorgungsbedarf führen“, heißt es vom DRK-Kreisverband Nienburg.

Laut ASB-Kreisverband Nienburg sei eine auffällige Häufung bestimmter Einsatzorte während Hitzeperioden derzeit nicht erkennbar. „Insbesondere in Pflegeeinrichtungen wird durch die dort tätigen Fachkräfte verstärkt auf eine ausreichende Flüssigkeitsversorgung der Bewohnerinnen und Bewohner geachtet“, sagt ASB-Pressesprecherin Anke Diekmann.

Extreme Hitzetage

Generell sei eine signifikante Zunahme des Einsatzaufkommens an extremen Hitzetagen nach den Erfahrungen des ASB nicht festzustellen. Die Bevölkerung reagiere in der Regel umsichtig auf hohe Temperaturen und treffe geeignete Schutzmaßnahmen. „Dennoch beobachten wir die Lage aufmerksam, stellen sicher, dass unsere Einsatzbereitschaft jederzeit gewährleistet ist, und geben Tipps, z.B. via Social-Media zum Schutz und zum richtigen Verhalten bei hohen Temperaturen“, sagt Diekmann. Die Tipps sind zu finden unter https://www.facebook.com/Arbeiter.Samariter.Nienburg oder https://www.instagram.com/asb_kv_nienburg/.

Wer diese Tipps nicht beherzigt, kann dann doch einmal zu einem Fall für den Rettungsdienst werden: „Während längerer Hitzeperioden beobachten wir insbesondere eine Zunahme von Notfällen, die auf Flüssigkeitsmangel und Kreislaufbelastungen zurückzuführen sind“, sagt die ASB-Pressesprecherin. Ausreichendes Trinken und das Vermeiden längerer Aufenthalte in direkter Sonneneinstrahlung seien wichtige Präventionsmaßnahmen.

Laut DRK können auch Beschwerden nach Insektenstichen einen Einsatz notwendig machen. Besonders ältere Menschen, chronisch Erkrankte und Personen, die sich längere Zeit im Freien aufhielten, seien von gesundheitlichen Problemen während der Hitzewelle betroffen.

Damit die Rettungskräfte im heißen Sommer einsatzbereit sind, müssen die Mitarbeitenden sich auch selbst vor der Hitze schützen. „Der Schutz unserer Mitarbeitenden hat einen hohen Stellenwert. Körperlich belastende Tätigkeiten außerhalb notwendiger Einsätze werden während der heißesten Tageszeiten möglichst vermieden“, erklärt das DRK: „Bei Patiententransporten setzen wir konsequent technische Hilfsmittel wie elektrische Fahrtragen, Tragestühle und weitere unterstützende Systeme ein, um die körperliche Belastung zu reduzieren.“ Außerdem stehe auf allen Rettungswachen ausreichend Trinkwasser/Mineralwasser für die Einsatzkräfte zur Verfügung. Gleiches gilt für den ASB.

Hitzebedingte Alarmpläne

Spezielle hitzebedingte Alarmpläne oder zusätzliche Schichten sind beim ASB derzeit nicht vorgesehen. „Sollte es – unabhängig von den Ursachen – zu einem erhöhten Einsatzaufkommen kommen, greifen die bewährten rettungsdienstlichen Konzepte des Landkreises Nienburg", sagt Diekmann. Hierzu zählen unter anderem der Erweiterte Rettungsdienst sowie die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG), die innerhalb kurzer Zeit zusätzliche personelle und materielle Ressourcen bereitstellen können.

Auch das DRK betont, dass es für den Regelrettungsdienst keine temperaturabhängigen Alarmpläne oder zusätzlichen Schichten gibt. Hitzeschutzkonzepte gebe es einrichtungsbezogen, beispielsweise in Kindertagesstätten, Pflegeeinrichtungen oder größeren Industriebetrieben.

Bei Hitze muss sichergestellt werden, dass die Medikamente und die Medizintechnik in den Rettungswagen kühl bleiben. Sowohl das DRK als auch der ASB weisen darauf hin, dass die Rettungswagen über leistungsfähige Klimaanlagen und speziell vorgesehene Kühleinrichtungen für temperaturempfindliche Medikamente verfügen.

Quelle: Die Harke, 27.06.2026, von Manon Garms

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Nico Lorenz

Rettungsdienstleitung, Beauftragter für Medizinproduktesicherheit

Tel.: 05037 9711-0
Fax: 05037 9711-30

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ASB-Kreisverband Nienburg

Nienburger Straße 40
31547 Rehburg-Loccum

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