Angst ist ansteckend und verbreitet sich schnell.

ASB-Verbandsärztin: Keine Panik vor Coronavirius! / Einfache Maßnahmen schützen.

Derzeit ist er in aller Munde: Der Coronavirus. Und jetzt? Müssen schon bald alle Bürger mit Mundschutz unterwegs sein? Sollte man besser gleich zu Hause bleiben? Sind Mitarbeiter im Gesundheitssektor in Gefahr?

Till Scheibner (links) und Bernd Grieslawski arbeiten bei uns im Rettungsdienst und im Fahrdienst: Für sie gehört die Händedesinfektion mehrmals täglich zur Routine - für ihre eigene und die Gesundheit ihrer Kollegen, Familien und Patienten.

Foto: ASB/A. Diekmann

Das Medieninteresse ist enorm. Gerade heute Morgen meldet die Nienburger Tageszeitung DIE HARKE, dass die erste Schule in Steyerberg aufgrund eines Verdachtsfalls geschlossen wurde. Seitdem ist Corona auch im Landkreis Nienburg präsenter denn je. Und das obwohl im betreffenden Fall bereits Entwarnung gegeben wurde: Es wurde kein Coronavirus festgestellt, sondern eine „normale“ Grippe.

Durch die meist identischen Symptome ist eine Unterscheidung ohne eine umfassende Untersuchung aber kaum möglich.

Und jetzt? Müssen schon bald alle Bürger mit Mundschutz unterwegs sein? Sollte man besser gleich zu Hause bleiben? Sind Mitarbeiter im Gesundheitssektor in Gefahr?

"Keine Panik, aber ernst nehmen", appelliert Sylvia Finkelmann

Die wichtigste Botschaft von ASB-Verbandsärztin Sylvia Finkelmann: „Keine Angst vor dem Coronavirus.“ Damit schließt sie sich den Meinungen der meisten Mediziner und des Robert-Koch-Instituts an, das „Die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell als gering bis mäßig“ einschätzt. Vorbereitung ist sinnvoll. Angst ist ein schlechter Berater.

Jedes Jahr sterben mehr als eine halbe Millionen Menschen an Grippeviren. Großes Medieninteresse gibt es dafür nicht.
Darüber hinaus wurden bisher weniger als 20 Corona-Fälle in Deutschland bestätigt.

Verharmlosen will Sylvia Finkelmann die Verbreitung jedoch nicht. „Jede Infektionskrankheit ist ansteckend und muss ernst genommen werden, da sie vor allem für Menschen mit einem schwachen Immunsystem eine Gefahr ist“, erklärt sie. Ein Grund in Panik zu verfallen, gäbe es allerdings nicht.

Schon ganz einfache Hygiene- und Vorsichtsmaßnahmen im Alltag tragen dazu bei, sich und andere vor der Verbreitung bzw. der Ansteckung zu schützen, meint sie, und diese gelten für Corona genauso wie für jede andere Infektionskrankheit.

Einfache Maßnahmen können Vorbeugen

Regelmäßiges Händewaschen mit Seife sowie das Desinfizieren seien solche Maßnahmen. Beim Husten und Niesen sollte Abstand gehalten und möglichst in die Armbeuge oder in ein Taschentuch gezielt werden. Benutzte Taschentücher gehören in den Müll.
Vor allem ältere oder vorerkrankte Menschen, aber auch Säuglinge und Kleinkinder gehören zu den Risikogruppen und sollten den näheren Kontakt mit Personen, die eine akute Atemwegserkrankung haben und Menschenansammlungen meiden.

„Über den Coronavirus weiß man, dass er bei Hitze nicht überlebensfähig ist und auch gegen Waschmittel keine Chance hat“, sagt Finkelmann. Heißer Tee, das Inhalieren über Wasserdampf und das sorgfältige und vermehrte Waschen der getragenen Kleidung, der benutzen Handtücher und Bettwäsche sind altbewährte Hausmittel, die bei jeder Infektionskrankheit, also auch bei der Vorbeugung des Coronavirus, hilfreich sein können.

Bei Verdacht: Bitte erst anrufen!

„Patienten, die den Verdacht haben, am Coronavirus erkrankt zu sein, bitten wir dringend, die Hausarztpraxis vorab telefonisch zu kontaktieren und nicht gleich persönlich aufzusuchen“, appelliert Finkelmann als praktizierende Ärztin mit eigener Praxis. Nur so könnten Vorkehrungsmaßnahmen getroffen und andere Patienten sowie die Mitarbeiter geschützt werden, sagt sie.

diekmann-anke-480-320-60-1-1498571133774.png

Anke Diekmann

Referentin für Markting, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Multiplikatorin Der Wünschewagen Niedersachsen

Telefon : 05037 9711-16
Fax : 05037 9711-24

a.diekmann(at)asb-nienburg.de

ASB-Kreisverband Nienburg

Nienburger Straße 40
31547 Rehburg-Loccum