Bundeslehrgang im Kreisgebiet

Zugführerlehrgang des ASB und ABC-Zug übten gemeinsam

Vom 10. Mai bis zum 16. Mai 2018 findet vom Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Deutschland ein Zugführerlehrgang im Landkreis Nienburg/Weser statt.


18 angehende Zugführer, von Bayern bis Schleswig-Holstein, sollen in 72 Ausbildungsstunden Themen wie die psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), Planung von Großveranstaltungen, Einsatztaktik beim Massenanfall von Verletzten (MANV) und vieles mehr erlernen.

Gemeinsame Übung eines Gefahrstoffeinsatzes

Ein weiteres Ausbildungsgebiet für die 18 Lehrgangsteilnehmer ist auch der sanitäts- und rettungsdienstliche Aspekt eines Gefahrstoffeinsatzes (CBRN-Einsatz = chemisch, biologisch, radiologisch und nuklear). Um dieses in der Praxis zu sehen und umzusetzen, traf sich der Lehrgang am vergangenen Samstag an der feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) mit dem ABC-Zug der Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser.

Die besondere Herausforderung "Schutzanzug"

In einem gemeinsamen Übungsszenario mussten Mitglieder des ABC-Zuges in Chemikalienschutzanzügen Personen aus einem kontaminierten Bereich retten und diese anschließend an die angehenden Zugführer übergeben. Diese, ebenfalls mit Schutzanzügen ausgestattet, hatten die Aufgabe eine erste Sichtung der Verletzungen vorzunehmen und die kontaminierte Kleidung der „Verletzten" zu entfernen.

Nach einer ersten Sichtung und Einteilung nach Verletzungsgrad, ging es für die Verletztendarsteller in eine „Dekontaminationsreinigungsstraße". Ob stehend oder auf einem Rettungsboard liegend wurde die Haut der Darsteller gereinigt. Auch hier hatten die Helfer Schutzanzüge an.

Wenn Rettungsdienst und Feuerwehr eng zusammenarbeiten müssen

Dieses Übungsszenario, welches auch im Realeinsatz zum Tragen kommt, zeigte den Lehrgangsteilnehmern die Zusammenarbeit zwischen Rettungs-/Sanitätsdienst und Feuerwehr in solch einem Fall, aber schulte auch alle Übungsteilnehmer, wie eine Kontaminationsverschleppung vermieden werden kann.

Die gesamte Übung wurde von Mitgliedern der Kreisfeuerwehr, des Arbeiter-Samariter-Bundes, der Johanniter-Unfall-Hilfe sowie des Deutschen Roten Kreuzes beobachtet

von: Marc Henkel, Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Nienburg/Weser

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Patrick Frauenreuther

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