Tagespflege Stolzenau verabschiedet sich vom Siedlerhof / Montag Neustart am Schmiedeweg

Nach wiederholtem Aufschub, geplant war ursprünglich der 01. September, ist es nun soweit. Die ASB-Tagespflege bezieht am kommenden Wochenende die neuen Räumlichkeiten am Schmiedeweg 4 und nimmt Abschied vom Siedlerhof. Am 4. Dezember beginnt der Betrieb ganz offiziell am neuen Standort in direkter Nachbarschaft zur neuen ASB-Rettungswache und der Lebenshilfe.

Nach wiederholtem Aufschub, geplant war ursprünglich der 01. September, ist es nun soweit. Unsere Tagespflege in Stolzenau bezieht am kommenden Wochenende die neuen Räumlichkeiten am Schmiedeweg 4 und nimmt Abschied vom Siedlerhof. Am 4. Dezember beginnt der Betrieb ganz offiziell am neuen Standort in direkter Nachbarschaft zu unserer neuen Rettungswache und der Lebenshilfe.

„Der Hauptgrund, warum wir den Umzug mehrmals verschieben mussten, war der sehr nasse Sommer", erklärt unser Geschäftsführer Jens Sewohl. Durch die ständig recht hohe Luftfeuchtigkeit und wenige längere Abschnitte mit hohen Temperaturen, trockneten Wände und Estrich nur sehr langsam. „In der letzten Phase haben wir Bau-Trockner zum Einsatz gebracht, so, dass wir den Standortwechsel nun doch noch in diesem Jahr hinter und bringen können", ist er erleichtert.

Schon seit mehreren Tagen herrscht rund um die ASB-Tagespflege rege Betriebsamkeit. Verschiedene Möbel und Einrichtungsgegenstände sind bereits umgezogen. Der Rest folgt am kommenden Freitagnachmittag und Samstag.

Umzug im laufenden Betrieb

Petra Mai ist unsere stellvertretende Pflegedienstleitung der Einrichtung und erzählt: „Unsere Gäste sind auf Zuverlässigkeit und eine verlässliche Tagesstruktur angewiesen. Deshalb haben wir den Umzug so organisiert, dass der Betrieb reibungslos weiterlaufen kann."

Insgesamt also eine logistische Herausforderung, die die Mitarbeiterinnen derzeit bewältigen müssen. Gut, dass sie tatkräftige Unterstützung von Helfern haben, die sich genau damit auskennen. Ganz unbürokratisch und noch dazu ehrenamtlich stehen die Kollegen unseres Fahrdienstes sowie Ercan Schimansky und Slawa Schlegel von der SSD-Logistik aus Loccum zur Seite.

Vorfreude überwiegt den Abschiedsschmerz

Trotzdem hat das ganze Team noch alle Hände voll zu tun, bis es im Neubau endlich losgehen kann. Am Freitag findet zusammen mit den Gästen eine kleine Abschiedsfeier mit Gesang und Bingo-Spiel statt. Wenn die Kunden später auf dem Heimweg sind, heißt es dann richtig ranklotzen. Noch am selben Abend wird an der Bürgermeister-Heuvemann-Straße alles leergeräumt und Samstag am Schmiedeweg eingeräumt. Ein arbeitsreiches Wochenende steht bevor. Angetrieben werden unsere Mitarbeiter bei diesem freiwilligen Einsatz von der großen Freude auf die neuen Räume.

„In den letzten Tagen haben wir 10 Jahre ASB-Tagespflege Revue passieren lassen", meint Petra Mai. In ihren Erinnerungen seien viele Bilder, viele Erlebnisse und mehrere 100 Gesichter. Dennoch überwiege die Vorfreude auf die viel besseren Bedingungen für Mitarbeiter und Tagesgäste deutlich gegenüber dem Abschiedsschmerz, meint sie.

So geht es auch Regina Loots. Die rüstige Dame ist praktisch der dienstälteste Gast der ASB-Tagespflege. Seit September 2011 besucht sie die Einrichtung; anfangs an einzelnen Tagen inzwischen kommt sie die ganze Woche. Am vergangenen Freitag feierte sie ihren 78. Geburtstag und freute sich sichtlich über die Gesellschaft an der nostalgisch gedeckten Kaffeetafel.

Den neuen Räumen durfte sie gemeinsam mit Tagespflegeleitung Hella Bösel schon einen exklusiven Besuch abstatten. „Sehr, sehr schön", schwärmt sie, und „Jedes Ende ist auch ein Neuanfang."

Konzept hat sich bewährt: Zukünftig noch mehr Plätze

Regina Loots ist eine von rund 50 Tagesgästen, die die Tagespflege aktuell besuchen. Darüber hinaus gibt es eine Warteliste. Aber das war nicht immer so.

„Ehrlich gesagt, war ich 2007 als wir mit einem Tagesgast und vier Mitarbeiterinnen gestartet sind, sehr skeptisch, ob die Tagespflege gut laufen wird", verrät Petra Mai. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Heike Dolfing und Hella Bösel ist sie seit der ersten Stunde dabei.

Doch das Konzept hat uns Recht gegeben. „Mit dem Neubau haben wir auch gleich eine Vergrößerung vorgenommen", erzählt Jens Sewohl. Ab sofort stehen 20 Plätze pro Tag zur Verfügung. Außerdem wird derzeit in Rohrsen eine weitere Tagespflege des ASB gebaut, die im Frühjahr 2018 eröffnet.

Erste „Kurzzeitgäste" schon vor der Eröffnung

In Stolzenau gab es die ersten Gäste jetzt schon vor der offiziellen Eröffnung. Im Rahmen der Evakuierungsmaßnahmen nach dem Fund einer Fliegerbombe wurden am letzten Montag 45 Bewohner des örtlichen DRK-Altenzentrums vorrübergehend in den Räumen untergebracht.

Jens Sewohl, der als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst (OrgL) in der Einsatzleitung mitarbeitete, berichtet: „Wenn so viele Menschen evakuiert werden müssen, ist es meist gar nicht so einfach geeignete Unterkünfte im näheren Umkreis zu finden." Die Räumung eines Altenpflegeheims ist darüber hinaus immer noch eine besondere Herausforderung, da an vieles gedacht werden muss. „Oft kommen bei den Senioren viele Erinnerungen hoch, wenn von einer Bombenentschärfung die Rede ist", erzählt er. Deshalb verlangt ein solcher Einsatz von den Helfern auch viel Sensibilität.

Eine glückliche Fügung war es also, dass die Tagespflege im aktuellen Zustand kurz vor der Eröffnung da war. Besonders gefreut haben wir uns über die ausnahmslos lobenden Worte, die die ersten „Kurzzeitgäste" für die Räumlichkeiten gefunden haben.

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