Erstes Nostalgie-Café in der Tagespflege war ein voller Erfolg

Es war wie eine Reise in die Vergangenheit. Wer am vergangenen Donnerstag gegen 15 Uhr unsere Tagespflege in Stolzenau betrat fühlte sich in Großmutters Zeiten zurückversetzt: Eine lange Tafel war liebevoll eingedeckt mit frisch gestärkten Spitzendeckchen, Blumenschmuck und kunterbunten, edlen Sammeltassen. Hier fand zum ersten Mal das von Mitarbeiterin Christina Itzigehl-Steinert ins Leben gerufene nostalgische Kaffeetrinken für die Tagesgäste statt.

„Die Idee entstand als unsere Pflegedienstleitung Hella Bösel acht Sammeltassen mit in die Einrichtung brachte", erzählt sie. Alle waren sich einig, dass diese zu schade waren, um im Schrank zu verstauben. Der ASB hatte daraufhin einen Aufruf im Internet gestartet und um weitere Sammeltassen-Spenden gebeten. Mit Erfolg. Bis Donnerstag war der Bestand auf insgesamt 22 vollständige Gedecke angewachsen.

Sammeltassen zaubern Lächeln auf die Gesichter und Erinnerungen zurück

So wurde der Tisch an diesem Tag festlich eingedeckt und das war auch für die Tagesgäste eine große Überraschung.

„Es war schön mit anzusehen, wie unsere Gäste nach der Mittagspause in die Wohnküche kamen und das Gedeck ihnen ein herzliches Lächeln auf das Gesicht zauberte", freute sich Hella Bösel. Das Team sei den Sammeltassen-Spendern sehr dankbar, meint sie.„Sammeltassen kamen früher nur auf den Tisch, wenn ein besonderer Anlass war oder Besuch kam", erinnert sich Hilde Gsegnet. „Wir haben sie auch verschenkt damals und getauscht. Da musste man genau aufpassen, dass man eine Tasse von gleichem Wert zurückbekam", weiß Edith Horstmann. Die nostalgische Kaffeetafel lies die alten Zeiten wieder lebendig werden.

Dazu gab es leckere, selbstgebackene Erdbeertorte und nach dem Essen wurden gemeinsam alte und bekannte Lieder angestimmt. In diesen Gesang stimmten sogar Gäste mit ein, die sonst eher in sich gekehrt waren. Den Höhepunkt stellte ein musikalisch untermalter Sketsch dar, denn Christina Itzigehl-Steinert und ihre Kollegin Heike Dolfing einstudiert hatten und der sehr zur Erheiterung aller Kaffeegäste beitrug.

Zukünftig wird mindestens einmal im Monat Kaffee wie in früheren Zeiten getrunken

Christina Itzigehl-Steinert ist begeistert: „Es war ein voller Erfolg. Eine Besucherin, die sich sonst nie zu einem Kuchen überreden lässt, hat heute sogar zwei Stückchen Torte verputzt." Das Nostalgie-Café soll nun mindestens einmal im Monat in der ASB-Tagespflege stattfinden. Den Termin will das Team aber flexibel halten. „Wir werden die Sammelgedecke zukünftig zum Beispiel immer nehmen, wenn einer unserer Gäste Geburtstag hat. So bekommt der Tag für das Geburtstagskind eine besondere Bedeutung.", erklärt Hella Bösel.